Star Wars 8 – Spekulationen

Star Wars 8 – Spekulationen

In die Tüte gesprochen

Der „Krieg der Sterne“ geht 2017 weiter

Nach dem Megaerfolg von „Star Wars 7 – Das Erwachen der Macht“ freuen sich die Fans nun einerseits auf den zwischengeschobenen Film „Rogue One“, in dem davon berichtet wird wie die Pläne des Todessterns gestohlen wurden. Andererseits fiebern die Fans natürlich auch der Folge 8 der Sternensaga entgegen. Dabei ist das Warten deshalb doppelt so schlimm weil man sich überhaupt nicht vorstellen kann, wie es wirklich weitergeht.

Als George Lucas die Episoden 1 bis 3 „nachschob“ konnten sich die Fans jederzeit ausrechnen, was passieren musste damit Darth Vader zu dem wurde was er später war. Außerdem war klar, dass Anakin Skywalker irgendwann einmal eine Frau haben würde mit der er Luke und Leia zeugen würde. Und es war klar, dass man Obi Wans Versagen sehen würde aus Anakin einen richtigen Jedi zu machen. In sofern war die „erste“ Trilogie ein abarbeiten von Fixpunkten. Lediglich das „Wie“ war noch von Interesse. Leider verzettelte sich George Lucas in viel zu viel Politik und war nicht in der Lage sympathische Figuren aufzubauen – von Obi Wan Kenobi mal abgesehen.

Bei der neuen Trilogie wissen die Zuschauer überhaupt nicht, wohin die Reise hingeht. Man kann jetzt spekulieren, dass Luke Skywalker sein selbst gewähltes Exil aufgeben wird um nun Rey mit der Macht vertraut zu machen. Aber irgendetwas sagt mir, dass auch das nicht so einfach ist, wie die Fans vielleicht glauben. Alle glauben, dass Rey und Finn in den kommenden Filmen den „Ersten Orden“ endgültig besiegen werden. Doch ist es wirklich so einfach? Ich habe in „Episode 7 – Das Erwachen der Macht“ (kurz: „DEDM“) ein paar Beobachtungen gemacht, die mir selbst eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ. Doch der Reihe nach.

 

Rey und BB-8

Steckt noch mehr hinter Rey? (Bild: Lucasfilm/Disney)

Das Wesen einer Trilogie

Es ist kein Geheimnis, dass eine gute Geschichte einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende hat. Am Anfang stellt man die Figuren und ihr Verhältnis zueinander dar, im Mittelteil wird ein Konflikt heraufbeschworen, im Endteil wird die Lösung des Konfliktes bearbeitet. So funktionierten bereits die beiden existierenden Trilogien und so wird auch diese Trilogie ablaufen.

In DEDM wurden wir an neue Charaktere gewöhnt und wurden durch Gastauftritte bekannter Figuren in das Geschehen gezogen. Dass General Leia, Han Solo, aber auch R2D2 und C3PO nur Kurzauftritte absolvieren durften war ein „Schmankerl“, ein nett gemeinter Fanservice. Und so ist auch Han Solos Abgang zwar traurig, er unterstreicht aber, dass wir uns auf die neue Figurenkonstellation einstellen müssen. Sogar für R2D2 wurde schon ein agiler und niedlicher Ersatzdroide bereitgestellt. BB-8 ist der heimliche Star des neuen Films.

Üblicherweise muss sich der Zuschauer nun auf einen düsteren zweiten Teil einstellen, in denen unsere liebgewonnenen Charaktere erneut vor heftige Situationen gestellt werden. Für Rey bedeutet dies, Luke Skywalker zur Resistance zu bringen und ihre Ausbildung zum Jedi zu machen. Ob Luke dies persönlich übernehmen wird? Das ist aufgrund seiner schmerzlichen Erfahrungen eher zu bezweifeln. Vermutlich wird er Rey wieder zu einem anderen Großmeister der Macht schicken. Und irgendwie wird Teil 8 wieder in einem riesigen Cliffhanger enden damit man zwei Jahre später zum finalen Endkampf antreten kann.

Das Erwachen Der Macht

(Bild: Lucasfilm/Disney)

Rey

Wir haben mit Rey eine junge Frau kennengelernt, die von Vielen als die neue „Luke“ gesehen wird. Die Macht ist stark in ihr, sie kann offenbar schnell neue Fähigkeiten anwenden und sie reagiert auch sehr emotional. Sie sollte also in Zukunft als unsere Identifikationsfigur Nummer eins durch die Trilogie führen. Was, jedoch, wenn sie eher die neue „Anakin“ ist?

Es klingt schon fast blasphemisch, aber Rey hat eigentlich eher Ähnlichkeit mit Anakin Skywalker. Kann mühelos Dinge zusammenschrauben, fliegt den Millenium Falcon wie der kleine Anakin seinerzeit den Podracer und offenbar beherrscht sie innerhalb kürzester Zeit sogar den Jedi-Mindtrick. Es sind nur kleine Anzeichen, die in mir die Alarmglocken schrillen lassen, aber sehen wir uns einmal an, wie sie sich gegen Kylo Ren im ersten Geistesduell zur Wehr setzt. Zunächst scheint er mühelos in sie einzudringen. Doch plötzlich dreht sie den Spieß um und er prallt entsetzt zurück. Später, während des Lichtschwertduells, drückt Kylo sie rückwärts gegen den Baum und sie nutzt die Situation um wieder in seinen Geist einzudringen. Wieder prallt er zurück und sie drischt plötzlich wild auf ihn ein als ob sie sich von der Wut führen lässt.

All dies sind kleine Details, die mich jedoch glauben lassen, dass wir uns im zweiten Teil der Trilogie auf einen herben Schlag in die Magengrube einstellen müssen. Rey dürfte, wie seinerzeit Luke, bestimmt ein Ziel von Snoke sein. Wenn dieser den Umfang ihrer Fähigkeiten erkennt wird er versuchen ihre Ausbildung abzuschließen. Ich hoffe inständig, dass man uns ihre „Bekehrung“ zur dunklen Seite der Macht erspart. Es würde aber dramaturgisch Sinn machen.

Rey – Schrottsammlerin

(Bild: Lucasfilm/Disney)

Kylo Ren

In DEDM wird Kylo Ren als Bösewicht in der Identitätskrise vorgestellt. Einerseits ist er auf den Weg sich der dunklen Seite der Macht zu ergeben. Andererseits beichtet er ja der Maske seines Opas Darth Vader, dass der „Sog der hellen Seite der Macht“ an ihm zerrt. Und auch in der Konfrontation mit Han Solo sieht es ja zunächst danach aus, dass er sich wieder der hellen Seite zuwendet. Der Mord an seinem Vater ist schließlich das, was seinerzeit der Imperator von Luke forderte um die Ausbildung abzuschließen. Damals konnte man recht gut erkennen, dass Luke im Zwiespalt war. Hat Kylo Ren also jetzt den letzten Schritt getan?

Eigentlich wirkt der Knabe eher wie ein unentschlossener Teenager. Der Mord an seinem Vater kann natürlich bewirkt haben, dass er sich gegenüber Snorke bewiesen hat. Andererseits ist er nicht so zielsicher wie Anakin, als dieser zu Darth Vader wurde. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass er zwar in Snorkes näheres Umfeld bestellt wird, schließlich aber dann doch seiner hellen Seite den Vorzug gibt, vielleicht sogar Rey in diesem Zusammenhang rettet.

Leider erfahren wir in DEDM nicht allzuviel über den „Ersten Orden“ und deren Anführer. Snorke scheint jedoch kein „Politiker“ zu sein, der sich durch Ränkespiele zum Kanzler machen lässt um später Imperator zu werden. Überhaupt ist die Frage welche Bedeutung der „Erste Orden“ überhaupt hat. Der Film ist hier (zum Glück) sehr diffus, denn ein Manko der ersten Trilogie war, dass man das politische Geschehen, das zu den Klonkriegen führte, nur allzu intensiv beleuchtete und dabei die Charaktere eher wie Schachfiguren behandelte.

Kylo Ren

(Bild: Lucasfilm/Disney)

Finn

FN-2187, oder „Finn“, wie er sich ja jetzt nennt, scheint in erster Linie nur der Avatar des Zuschauers zu sein. Wenn man ihm etwas erklärt, dann erfährt es auch der Zuschauer. Zunächst ist eigentlich er der Naive „Farmboy“, der zum Spielball der Geschehnisse wird. Erst als er mit dem Wissen über die „Starkiller Base“ herausrückt wird er zu einem vollwertigen Teammitglied. Dabei gibt es Anzeichen, dass hinter ihm mehr steckt als nur ein aufmüpfiger Sturmtruppler.

Es gibt da auch bei ihm ein paar Details, die mich ins Grübeln brachten. Einerseits ist natürlich die Tatsache, dass er überhaupt ein Gewissen entwickeln konnte, ein wenig merkwürdig. Angeblich werden die Sturmtruppler ja von Kindesbeinen an auf ihren Job vorbereitet. Wie kann es also sein, dass Finn plötzlich abweicht? Ein gefallener Kamerad, ein Befehl Unschuldige zu töten und schon entwickelt er ein Eigenleben?

Es gibt auch noch ein anderes Detail, das bemerkenswert war. Als Han Solo seine alte Bekannte Maz Kanata besucht krabbelt die gelbhäutige Kneipenbesitzerin über den Tisch und mustert Finn ganz besonders, nicht Rey. Als Rey später das Lichtschwert verweigert bekommt Finn es in die Hand. Beim Angriff dem „Ersten Orden“ gelingt es ihm sogar ein paar ungeübte Schläge damit zu führen. Hat Finn etwa auch die Macht in sich? Muss diese nur erweckt werden und schlummerte nur in ihm weil seine Ausbildung in eine andere Richtung zielte?

Da Kinofilme und TV-Serien ja gerne mit dem Moment der Überraschung arbeiten könnte ich mir vorstellen, dass hier in den kommenden Filmen noch so einige auf uns zukommen werden.

FN-2187 aka Finn

(Bild: Lucasfilm/Disney)

Poe Dameron

Der „beste Pilot der Galaxis“, wie er von Kylo Ren bezeichnet wird, hat beinahe schon magische Fähigkeiten was die Zielsicherheit betrifft. In einer Szene in DEDM sieht Finn dem X-Flügler „Schwarz Eins“, der ihn gerade rettete, hinterher und sieht wie er in einer einzigen Schleife über Maz Kanatas Ruinen fliegt und dabei mehrere Tie-Fighter abschießt. Ist das wirklich nur Können oder hat er möglicherweise ähnliche Fähigkeiten wie Luke? Auf jeden Fall ist er ein ähnlicher Haudegen wie Han Solo und hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Vielleicht der beste, neue Kumpel von Chewbacca im Millenium Falcon.

Auf jeden Fall ist er ein gefestigter Charakter, der offenbar sogar Folter aushält. Gegen Kylo Rens Gedankenverschmelzung hatte er jedoch nichts entgegenzusetzen. Sollte er also die Macht in sich tragen, dann ist sie entweder nur rudimentär vorhanden oder er steht ihr ähnlich skeptisch gegenüber.

Es ist zu hoffen, dass er in den nächsten Teilen nicht für die Hälfte des Filmes verschwindet. In DEDM schien es, als ob man seinen Charakter zugunsten von Han Solo „geparkt“ hat. Mit dem Tod des Schmugglers ist jedoch jetzt der Weg ins Cockpit des Falcon frei.

 

Poe Dameron

(Bild: Lucasfilm/Disney)

Abschließende Gedanken

Ich würde mir wünschen, dass Rey uns als „Gute“ erhalten bleibt und sich nicht in die lange Folge der Ausbildungsfehlschläge der Jedi einreiht. Ob Luke wohl wirklich im nächsten Teil der Trilogie stärker eingreifen wird, bleibt abzuwarten. Man sollte eher damit rechnen, dass es bei einem Kurzauftritt bleibt damit die Trilogie den Neuen gehört. Allerdings gibt es noch die Frage, wer Reys Eltern sind – sofern das überhaupt eine Bedeutung hat. In diesem Zusammenhang könnte man allerdings auch gleich klären, ob hinter Finns Herkunft ein Geheimnis verborgen ist.

Nicht wenige Leute haben DEDM vorgeworfen, dass man ein „Remake“ des Films „Star Wars 4 – Eine neue Hoffnung“ gedreht habe. Sicher kann man diesen Eindruck nicht von der Hand weisen, allerdings sollten die wieder zu erkennenden Elemente wohl eher demonstrieren: „Chewie, wir sind zuhause!“. Dabei sollte man nicht übersehen, dass all diese Elemente quasi nur im Vorbeigehen abgehandelt wurden. Es gab einen „Todesstern“ und einen Kanal, durch den man fliegen musste. Aber dieser war kurz und nahm nicht 20 Minuten des Films ein wie in Star Wars 4.

Andere kritisierten, dass Rey die Macht und den Schwertkampf viel zu schnell beherrscht. Das möchte ich auch nicht einfach unterschreiben. Wenn man hinschaut, dann sieht man, dass sie instinktiv handelt. Früher hat Ben Kenobi mal gesagt: „Kümmere Dich nicht um dein bewusstes Selbst. Lass‘ Dich von Deinen Gefühlen leiten!“. Genau das macht Rey bei ihren „Wunderkräften“. Im Schwertkampf mit Kylo kann man, wenn man genau hinschaut, erkennen, dass Rey das Schwert zunächst wie eine Stichwaffe benutzt und damit immer ins Leere läuft. So kann Kylo sie bedrängen. Nachdem sie jedoch kurz die Gedanken des Typen gescannt hat ist sie plötzlich wesentlich kontrollierter und schwingt das Schwert anstatt zu stechen – sie kennt sogar die Schwachstelle des Plasmaschwertes: Abkühlen im Schnee!

Und so wird man sicher auch in Teil 8 der Sage vertraute Handlungs- und Designelemente wieder erkennen. Eines ist jedenfalls klar: Die nächste Episode wird eine „düstere“ sein, wie John Boyega bereits in einem Interview ankündigte. Man sollte sich also auf Dramatik und „What-The-Fuck“-Momente einstellen, vielleicht sogar den Tod einer geliebten Figur. George Lucas musste sich bereits 1999 einen ähnlichen Vorwurf gefallen lassen, als die Fans Gemeinsamkeiten zwischen der ersten und zweiten Trilogie feststellten. Er erklärte es damals, dass man die einzelnen Trilogien als die Strophen eines Gedichtes ansehen sollte – alles reimt sich.

Davon ausgehend kann man sich eben doch schon so Manches zusammenreimen, was in den kommenden Filmen zu erwarten ist. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass die anderen Drehbuchautoren und Regisseure auch hier andere Schwerpunkte legen. Wie auch immer sie sich entscheiden…. Die Wartezeit bis zur nächsten Episode ist lang!

Star Wars 8 und 9

Ein spoilerischer Blick auf eine mögliche Fortsetzung

Spekulationen

Wie wird der „Krieg der Sterne“ wohl weitergehen? Die bisher gestreuten Hinweise sind noch dürftig und dienten nur dazu die Dinge in Stellung zu bringen. So ist Poe Damerons Rolle sicher noch wichtiger als es in meiner Spekulation den Anschein hat. Ebenso ist die Frage, ob BB-8 oder die anderen Droiden noch stärker eingebunden sind.

Sollten einige Elemente aus anderen StarWars-Folgen vertraut vorkommen.

Nicht vergessen: Alles reimt sich!

(Zum ausklappen bitte auf die Titel klicken)

Star Wars 8 - Der Aufstieg der Macht

Rey bringt Luke Skywalker zur Resistance, wo er damit beginnt sie zu trainieren und ihren Geist gegen den bösen Einfluss zu festigen. Leider findet der „Erste Orden“ den Standort für die Resistance heraus und man muss den Planeten hektisch aufgeben. Verfolgt von Kylo Ren flieht Luke mit Rey und Poe Dameron mit dem Millenium Falcon auf einen anderen Planeten, der ihre Präsenz verbirgt (den ersten Jedi-Tempel? ). Gleichzeitig suchen Poe Dameron und Leia nach einem neuen Standort für das neue Hauptquartier. Ihre auffällige Flotte wird vom „Ersten Orden“ aufgebracht. Als aber klar wird, dass sich weder Luke noch Rey bei ihnen befinden foltert Kylo Ren Finn um deren Aufenthaltsort zu erfahren.

Indessen geht das Training von Rey weiter und Luke spürt, dass auch Poe Dameron offenbar die Macht in sich hat ohne sich dessen bewusst zu sein. So erklären sich auch seine Talente beim Steuern der Kampfraumer. Er glaubt allerdings nicht an die Macht.

Doch dann hat Rey eine Vision, dass Finn in Gefahr ist und drängt zur Abreise. Luke seufzt, weil er merkt, dass sie den gleichen Fehler macht wie er vor vielen Jahren. Doch er willigt ein und der Trupp reist zum neuen Stützpunkt der Resistance. Dort treffen sie ein als das Fort gerade unter Beschuss ist. Rey trifft auf Kylo Ren, der sich für seine Schmach von der StarkillerBase rächen will. Er ist inzwischen komplett von der dunklen Seite der Macht erfüllt. Wütend drischt er auf Rey ein und holt schon zu einem entscheidenden Schlag aus als Luke mit seinem Laserschwert dazwischengeht und den tödlichen Schlag entgegennimmt. Während Luke sterbend am Boden liegt greift sich Kylo wieder die junge Frau um sie – wie gewünscht – zu Snoke zu bringen. Poe Dameron kann gerade noch die letzten Worte Lukes hören…. „Rette Deine Schwester!“

Star Wars 9 - Die Letzte Hoffnung

Rey befindet sich noch immer im Gewahrsam des „Ersten Ordens“ und weigert sich standhaft dagegen zu einer von den „Rittern von Ren“ zu werden. Sie wird daher unter verschärften Bedingungen unter Verschluss gehalten. Doch sie nutzt die Zeit für Ausbruchsversuche, die zwar meistens fehlschlagen, die sie aber stärker machen. Schließlich wird die Festung von der Resistance angegriffen und Rey befreit. Dabei wird auch Kylo Ren entwaffnet und zum geheimen Stützpunkt der Resistance gebracht. Alle Versuche, ihn wieder auf die helle Seite der Macht zu bringen, schlagen fehl.

Stattdessen stellt sich heraus, dass man Kylos Rüstung anpeilen konnte, die einen Funksender hatte. Während sich die Flotte für einen Angriff auf die Resistance formiert gelingt Kylo die Flucht mithilfe seiner Ritterrunde. Dank seiner Kenntnisse weiß er auch, wie der Widerstand zu schlagen ist. General Leia Solo kann sich nicht vorstellen, dass der Stützpunkt lange dem Bombardement durch den „Ersten Orden“ standhalten wird. Poe, Finn und Rey bieten sich an zu dem Sternenkreuzer zu fliegen, auf dem Snoke die Fäden zieht.

Es gelingt ihnen sich an Bord zu schmuggeln und Snoke zu stellen, der sich mithilfe der Macht wehrt. Kylo Ren sieht mit an, wie Snoke das Team fast vernichtet. Doch dann siegt in ihm die gute Seite und er greift in den Kampf gegen Snoke ein.  Nach dem Sieg über Snoke befiehlt er dem „Ersten Orden“ den Rückzug und sorgt dafür, dass die Truppen nun humanitäreren Zwecken zugeführt werden……

 

Countdown zu Star Wars 8

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Michael Schanze – Schalt Dein Herz auf Empfang

Michael Schanze – Schalt Dein Herz auf Empfang

Kulturschock

1978 war das Jahr, in dem „Krieg der Sterne“ nach Deutschland kam. Dieser Film wurde jedoch nicht nur von SciFans wahrgenommen sondern beeinflusste auch zahlreiche andere Medien, die futuristische Anleihen bei Star Wars machten um mit der Zeit zu gehen.

Wie jedes Jahr verpflichtete die „Deutsche Fernsehlotterie“ einen Interpreten, der das offizielle Lied singen durfte. 1978 war dies Michael Schanze, dem man einen liebevollen, aber auch mit elektronisch durchsetzten Song auf den Leib schrieb. Wenn man nur den reinen Song kennt, wird einem das elektronische Gezwitscher sicherlich stören.

Was es damit auf sich hat kann der Zuhörer nur erahnen wenn er das Plattencover kennt oder die Fernsehauftritte von Michael Schanze gesehen hat. Dem charmanten Sänger wurde nämlich ein niedlicher, kleiner Roboter zur Seite gestellt, der an R2-D2 erinnert und sich auch ähnlich piepsend bemerkbar macht.

Der Song mit dem Roboter, Spitzname „Pipifax“, erreichte nie eine höhere Chartposition und sticht aus Michael Schanzes Gesamtwerk nur wegen der ungewöhnlichen Machart heraus.

Schalt Dein Herz auf Empfang – Der Song der ARD-Fernsehlotterie 1978

Trackliste:
Schalt Dein Herz Auf Empfang – 3:05
Sonne Scheint In Alle Herzen – 3:58

EMI-Electrola – Katalognummer: EMI 006-32 731 [de]

Schalt Mal Dein Herz Auf Empfang

(Musik: Joachim Heider – Text: Michael Kunze)

Schalt mal dein Herz auf Empfang.
Stell das Gefühl wieder an.
Schau, da sitzt einer ganz allein
und wartet nur auf ein Wort.
Setz dich zu ihm und treib die Sorgen ihm fort.

Schalt mal dein Herz auf Empfang.
Na, nun mach schon.
Stell das Gefühl wieder an.
So ist gut.
Schau, da ist einer ohne Mut,
weil niemand mehr zu ihm hält.
Vielleicht bist du es, der ihm im Augenblick fehlt.

In den großen Städten rennt und rast man nur
wie die kleinen Rädchen in der großen Uhr.
Doch da man sich im Kreise dreht kommt man nicht weit.
Darum lass dir, lass dir doch ruhig Zeit, ohohoho.

Schalt mal dein Herz auf Empfang, hey.
Stell das Gefühl wieder an.
Schau, da wird einer ausgelacht,
weil er nicht so ist wie du.
Du kannst ihm zeigen, auch er gehört noch dazu,
oh, oh, oh, oh.

Schalt mal dein Herz auf Empfang
und stell das Gefühl wieder an.
Schau, da trinkt einer viel zu viel
und sieht in nichts einen Sinn.
Wenn du ihm zuhörst ist alles nicht mehr so schlimm.

Schalt mal dein Herz auf Empfang.
Was? Na gut, ich auch.

Star Wars 7 – Das Erwachen der Macht

Star Wars 7 – Das Erwachen der Macht

Wir sind zuhause!

Inhalt:

30 Jahre nach dem Ende des Imperiums formieren sich Überbleibsel in einer Bewegung namens „Der erste Orden“. Der Anführer namens Snork ist mit der Macht vertraut und hat einen früheren Jedi-Padawan auf die dunkle Seite gezogen, der nun als „Kylo Ren“ Kommandeur über die Flotte des Ordens ist. Als dieser einen besonders menschenverachtenden Befehl gibt hält es einer der Sturmtruppler, FN-2187, der später Finn genannt wird, nicht aus und nimmt die erste Gelegenheit wahr zu fliehen indem er einen Gefangenen des Ordens, einen Piloten namens Poe Damaron aus dem Verhörraum befreit.

Damaron hatte zuvor eine Karte in einem Roboter deponiert, der den Weg zu einem absoluten Angstgegner des Ordens, einen alten Jedi namens Luke Skywalker. Damaron und Finn suchen nun nach dem kleinen Droiden BB-8 um die Karte ins Hauptquartier der Republik zu bringen. Gehetzt von den Truppen des Ordens begegnen sie auf dem Wüstenplaneten Jakku einer jungen Frau namens Rey, die über erstaunliche Fähigkeiten zu verfügen scheint, die sie selbst gerade an sich  entdeckt. Wird es den Flüchtigen gelingen die Karte zu finden bevor der „Erste Orden“ es tut?

Fakten:

Lange hat es gedauert bis die Fans von Starwars mit neuem Stoff versorgt wurden. Dass es überhaupt noch eine dritte Trilogie geben würde war nicht unbedingt sicher, da die Geschichte um Anakin Skywalker in Teil 6 „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ mit einem Happy End abgeschlossen wurde. Doch da George Lucas die Rechte an Starwars für immerhin Vier Milliarden Dollar an Disney abgegeben hatte, war klar, dass es weitere Filme geben würde um die Investition für Disney lohnenswert zu machen. Neben den animierten TV-Serien sind es vor allem die Merchandisingartikel, mit denen das meiste Geld verdient wird.

Tatsächlich plant Disney aber noch mehr als nur die Saga auf 9 Teile zu erweitern. Zwischen den einzelnen Teilen sollen noch losgelöste Spielfilme gedreht werden, die das Starwars-Universum erweitern werden. Für den Teil 7 – „Starwars – Das Erwachen der Macht“ wurde mit JJ Abrams ein Regisseur verpflichtet, der seit 2009 dem „Raumschiff Enterprise“ mit zwei Spielfilmen neues Leben eingehaucht hat. Dass Abrams nun ausgerechnet auch noch Starwars wiederbelebt ist irgendwie amüsant, da zwischen Startrek- und Starwarsfans häufig eine harte Rivalität besteht. In dem Independentfilm „Fanboys“ wurde dies nur all zu deutlich persifliert. Was kommt nun also dabei raus wenn ein Startrek-Regisseur nun auch noch StarWars-Filme macht?

Eines ist schon mal sicher. „Starwars – Das Erwachen der Macht“ hat den erfolgreichsten Start der Filmgeschichte hingelegt. Er hat sogar den Rekordhalter „Jurassic World“ übertrumpft, der 2015 schon zunächst als erfolgreichster Kinostart gefeiert wurde. Der Erfolg ist natürlich auch das Ergebnis eines harten Kalküls: Viele Kopien in vielen Kinos, darunter auch einige Imax-Kinos. Dazu eine Werbekampagne, die mithilfe von Kinotrailern angeheizt wurde, aber auch mit bisher nicht dagewesener Geheimhaltung verbunden war.

Auf dem Kinoplakat fehlt beispielsweise Luke Skywalker, obwohl irgendwann durchsickerte, dass Mark Hamill (64) durchaus am Set war – komplett mit Jedi-Bart. Die Fans mussten nun rätseln, ob er vielleicht zur dunklen Seite der Macht abgewandert war oder gar gestorben war. Zum Glück bewahrheiteten sich diese Befürchtungen nicht und Luke stellt ein anderes, wesentliches Handlungselement dar.

Die Fans hatten allen Grund zur Freude als bekannt wurde, dass man mit Harrison Ford (73) und Carrie Fischer (59), aber auch Anthony Daniels (69), Kenny Baker (81) und Peter Mayhew (71) die Schauspieler aus der Originaltrilogie verpflichtet hatte. Trotzdem war auch klar, dass im Fokus der neuen Geschichte neue Gesichter stehen würden. Die alten Darsteller haben somit im neuen Film die Funktion das Staffelholz an die nächste Generation weiterzugeben. Die Charakterriege ist dabei sehr talentiert. Ähnlich wie damals, 1975, als man Starwars drehte, setzt JJ Abrams auf unverbrauchte Gesichter, die aber eine unglaubliche Präsenz besitzen und mühelos in die Fußstapfen treten, die ihre Vorgänger hinterlassen haben.

Starwars 7 – Das Erwachen der Macht

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Han Solo – Bindeglied zwischen den Generationen

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Analyse

Ich muss sagen, dass ich nicht mehr damit gerechnet hätte überhaupt nochmal einen Han Solo oder eine Leia Organa zu sehen. Für mich war die Saga mit „Starwars 6 – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ abgeschlossen. Zwar war mir klar, dass George Lucas vor vierzig Jahren neun Teile im Sinn hatte und der „Krieg der Sterne“ eigentlich Teil 4 „Eine neue Hoffnung“ heißen sollte. Aber da unsere Darsteller immer älter werden war irgendwann klar, dass man nichts mehr erwarten kann. Umso überraschter und erfreuter war ich, als ich las, dass die alten Darsteller wieder mit dabeisein würden wenn es zu einer weiteren Trilogie kommen würde.

Beim ersten Gucken des neuen Films wird man zunächst von den gewaltigen Bildern erschlagen. Regisseur J J Abrams gelingt es recht gut das alte Starwars-Feeling wieder aufkommen zu lassen. Dabei vermeidet er Fehler, die George Lucas bei den Teilen eins bis drei machte. Damals war Lucas so sehr darauf bedacht die politischen Umstände zu schildern, die zu Anakin Skywalkers Weg zur dunklen Seite der Macht führten, dass er irgendwie vergaß sich mehr um sympathische Charaktere zu kümmern.

In StarWars 7 haben wir wieder sehr herzliche Hauptfiguren, die einen saloppen Umgang miteinander pflegen. Besonders sticht jedoch Harrison Ford hervor, der trotz seines Alters die ganze Show an sich reißt. Seine Sprüche und Gesichtsausdrücke sind wirklich göttlich und man kann nur hoffen, dass in künftigen Teilen dies von Poe Dameron geleistet wird. Dabei hat man bei Harrisons Gesicht manchmal das Gefühl, als wäre er der Einzige, der eine Knautschgummi-Alienmaske trägt. Herrlich sein Gesichtsausdruck als erstmals Chewies Armbrustwaffe benutzen darf und für gut befindet.

Die jungen Darsteller sind sehr gut gewählt. Daisy Ridley spielt „Rey“, deren filmische Eltern hier ja noch nicht erwähnt werden, ist äußerst ausdrucksstark und agiert fast schon oscarreif wie sie in sich die Macht erwachen fühlt. Besonders hervorzuheben ist hier der Moment wenn Kylo Ren versucht ihr per Gedankenverschmelzung die Lagekarte zu entreißen und sie sein Eindringen nicht nur abwehrt sondern wohl selbst in Kylos Gedanken an Erinnerungen gelangt. Sie ist außerdem äußerst agil und sie springt dermaßen behende in den Pilotensitz des Millenium Falcon, als ob sie nie etwas anderes getan hätte.

Und auch Finn führt sich hier großartig ein. Darsteller John Boyega ist ja bereits Alien-erfahren – Er spielte in „Attack the Block“ einen jugendlichen, der Aliens aus seinem Wohnhaus vertreiben musste. Man sollte auch ein paar regietechnische Kniffe in StarWars7 erwähnen, die wirklich klasse sind. Als ein Verletzter seine Uniform mit blutigen Handabdrücken verunstaltet kann man ihn deutlich von den anderen schneeweißen Sturmtrupplern unterscheiden. Darsteller John Boyega ist in seiner Rolle gewissermaßen der Avatar des Zuschauers, dem man erklären muss, was sich in den letzten dreißig Jahren getan hat. Auch er beeindruckt mit einer guten darstellerischen Leistung zwischen Erstaunen und Willenskraft, die mich manchmal an Sidney Poitier denken ließen.

Poe Dameron, der auf Standbildern immer ein bischen düster aussieht, kann in den ersten Minuten bereits überzeugen. Seine herzliche Art und sein gutes Verhältnis zu Roboter BB-8 und später Finn erwecken gleich den Eindruck, als ob er mit Han Solo konkurrieren wollte. Ich freue mich schon, ihn in Teil8 wiedersehen zu können. Leider können wir von ihm hier noch nicht soviel sehen…..

In diesem Zusammenhang möchte ich erwähnen, dass ich mich sehr über den Kurzauftritt von Max von Sydow als untergetauchten Jedimeister gefreut habe. Der Charakterdarsteller, der auch schon mal als „Ming der Gnadenlose“ im Film „Flash Gordon“ von 1980 agierte, wirkt hier wie ein heimlicher Bruder von Alec Guiness.

Kommen wir aber zu Kylo Ren, dem Oberschurken. Er wirkt in seiner Maske zunächst ein wenig wie „Darth Vader für Anfänger“ und so ist es dann auch. Irgendjemand hat ihm wohl von Endor die verbrannte Maske von Darth Vader besorgt und wenn er schwört, dass er beenden wird, was Darth begann, dann nehmen wir erstaunt zur Kenntnis, dass er offenbar dessen Neffe ist. Das Publikum kommt ins Grübeln: Ist Kylo Ren der Sohn von Luke? Hat Luke sich ins Exil begeben weil er eine, für Jedi verbotenen, Liebschaft nachgegangen ist? Wessen Sohn er ist wird erst im Verlauf des Films enthüllt.

Von den Fans wurde mit Schrecken registriert, dass Kylo Ren irgendwann seine Maske abnahm und ein normales menschliches Gesicht zum Vorschein kam. Man ist irgendwie schon enttäuscht, denn meistens büßen Schurken ihre Ausstrahlung ein sobald sie sich demaskieren. Für einen Schauspieler ist es sicher schön, wenn er nicht nur als Body wahrgenommen wird, aber für den Film wäre es besser gewesen wenn man diesen Moment noch weiter hinausgezögert hätte. Allerdings muss man auch bedenken, dass nun die emotionale Zerrissenheit von Kylo besser dargestellt werden kann. Zum einen als er sich auf einen mentalen Macht-Kampf mit Rey einläßt, zum anderen als er auf seinen Vater trifft und schon beinahe wieder zur guten Seite wechselt…..

Rey – Schrottsammlerin mit Charisma

(Bild: Disney/Lucasfilm)

C3-PO, R2-D2 und BB-8

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Der optische Eindruck Einen riesigen Pluspunkt hat der Film: Er nutzt die heutzutage perfektionierte Tricktechnik bis zum äußersten aus. Die Beleuchtung sämtlicher Szenen ist sehr realistisch und mitunter vergisst man tatsächlich, dass es nicht wirklich fliegende TieFighter gibt. Im Gegensatz zu Episode 1-3, wo alle VisualFX eine Art Comiclook hatten, sind die Raumschiffe und Landschaften von einem hohen Realismus geprägt.

Auch die rein digital erzeugten Alienwesen fügen sich harmonisch ins Gesamtbild ein. Die größte Überraschung des Films ist dabei der Roboter „BB-8“ (Ball-Bot Eight). Ein Droide, dessen Körper nur aus einer Kugel besteht, auf der ein freibeweglicher Kopf thront. Als man den ersten Trailer sah dachten wohl Viele, dass dieser Droide als Computermodell in die Szene eingefügt wurde. Dass diese Konstruktion aber wirklich echt ist und tatsächlich am Set war erfuhr man auf einem Panel auf einem StarWars-Kongress, wo BB-8 unter dem Johlen des Publikums auf die Bühne fuhr und R2D2 die Show stahl.

Tatsächlich kann man inzwischen bereits kleine, ferngesteuerte Modelle dieses Droiden im Spielwarenhandel kaufen. BB-8 ist aber nicht nur eine rollende Kugel. Es ist schon beeindruckend, wie die „Puppenspieler“ dem Droiden Leben und scheinbar Emotionen einhauchen. Auch die Robotersprache ist deutlich näher an echter Sprache als es das Piepsen von R2D2 jemals war. Sowohl Rey als auch Poe Dameron sind in der Lage den Droiden ohne Übersetzer zu verstehen. Der Kleine, der hier als Bewahrer der Sternkarte fungiert, hat sich bestimmt schon in die Herzen der Zuschauer gespielt.

Interessant ist, dass der Film so gut wie überhaupt keine Weltraumszenen zeigt. Sämtliche Raumschiffschlachten spielen sich an der Oberfläche von Planeten ab. Damit werden die Szenen deutlich dynamischer und bekommen eine größere Raumtiefe für den 3D-Zuschauer als es ein leerer Weltraum könnte. Gleichzeitig gibt es dadurch wesentlich mehr Hindernisse zu umfliegen und die Piloten- und -tinnen können ihr Talent unter Beweis stellen.

Ich muss zugeben, dass ich mich sehr gefreut habe als Rey plötzlich den Millenium Falcon in halsbrecherischer Weise über Jakku steuerte. Das Raumschiff scheint wirklich einiges auszuhalten. Man kann kaum zählen wie oft es irgendwo aneckt. Selbst Han Solo ist von Reys Verständnis für den Falcon begeistert und bietet ihr einen Job an….

Wiedervereinigung – Leia und Han

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Charakterposter

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Die Handlung

Leider muss ich sagen, dass die Handlung des Films nicht unbedingt innovativ ist. Man hat mehrfach den Eindruck, als ob man hier die Episode 4 genommen hat und einfach die Schlüsselszenen nochmal spielt. So ganz möchte ich mich in den Chor der Kritiker, die DIES bemängeln, nicht einklinken. George Lucas hat schon zum Start von Episode1 gesagt, dass die Trilogien wie Gedichte zu verstehen sind. Alles reimt sich…. Manches wiederholt sich….

Genau genommen wüsste ich auch nicht, was für eine Actionhandlung man hätte konstruieren sollen um wirklich innovativ zu sein. Ebenfalls von Lucas stammt der Hinweis, dass die Saga eher eine Familiengeschichte ist und man sich lieber um die Charaktere sorgen soll. Was das betrifft, kann Episode 7 punkten. Einerseits weil wir einen neuen „Möchtegernbösewicht“ erleben, der möglicherweise durch seine letzte Tat nun den Weg geht, den seinerzeit der Imperator Luke im Todesstern2 vorschlug um seinen Weg zur dunklen Seite abzuschließen. Zum Anderen sehen wir die junge Rey, in der die Macht wohl auch sehr stark ist. Ihre Eltern werden noch nicht enthüllt, aber man kann schon fast glauben, dass wir diese schon längst kennen.

Man könnte sich also an den Ähnlichkeiten zu Episode4 stören. Genau genommen gab es ähnliche Elemente aber auch bei Episode 1.  Allerdings kam ich ein wenig ins Grübeln nachdem der Film zuende war. Regisseur J J Abrams letzter großer Film war ja „Star Trek: Into Darkness“, was eine Neuinterpretation von „Star Trek 2: Der Zorn des Khans“ war. In der ursprünglichen Reihenfolge der alten Star Trek Kinoreihe kam als nächstes „Star Trek 3: Auf der Suche nach Mister Spock“. Was passierte da?

Kirk stiehlt die Enterprise um das Bewusstsein Spocks, gespeichert in McCoy, zum Genesisplaneten zu bringen, wo der verschollene Körper von Mister Spock wartet. Am Ende hat Kirk einen tödlichen Zweikampf mit einem Klingonen, der zuvor seinen Sohn töten ließ, während der Planet um sie herum auseinanderbricht.

Hier haben wir Rey, die den Millenium Falcon stiehlt um die, in BB-8 gespeicherten Informationen, zum Widerstand bringen will um den verschollenen Luke zu finden. Im letzten Akt kämpft sie gegen den Bösen, der gerade einen vertrauten Menschen umgebracht hat, während um sie herum der Starkiller-Basisplanet auseinanderbricht.

Die Ähnlichkeiten sind schon recht groß. Aber ich möchte wirklich nicht meckern. Der neue Film ist optisch und emotional rundherum gelungen und macht Lust auf mehr. Auffällig ist, dass die Charaktere der letzten Trilogie, inklusive C3-PO und R2D2 nur Randfiguren bleiben und ebenfalls im nächsten wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen werden. „Das Erwachen der Macht“ führt stattdessen starke, neue Charaktere ein und mit dem „Bot Ball 8“ (BB-8) hat man auch einen wirklich schnuckeligen neuen Droiden eingeführt, der sicherlich auf dem Wunschzettel so mancher Kids stand.

Eins steht jedenfalls fest: Diesen Film werde ich mir einige Male ansehen müssen um alle Details zu genießen. So muss Starwars sein!

Finn probiert ein Lichtschwert aus

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Dreamteam im Einsatz

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Sarah Brightman – I Lost My Heart To A Starship Trooper

Sarah Brightman – I Lost My Heart To A Starship Trooper

Kulturschock Starwars 1978

Als 1977 der Film „Krieg der Sterne“ in die Kinos kam setzte er nicht nur neue visuelle Maßstäbe sondern hatte auch einen immensen Einfluss auf die Popkultur.

Hier ein Beispiel, wie die Musikszene beeinflusst wurde. Die damals noch 18 Jahre junge (und natürlich schöne) Sarah Brightman und die Popdancegruppe „Hot Gossip“ fanden sich zusammen um den Song „I Lost My Heart To A Starship Trooper“ zu singen. Komponiert von Jeff Calvert und Geraint Hughes bekam die Single Goldstatus und erreichte Platz 6 in den englischen Singlecharts.

Man beachte übrigens die kurzen musikalischen Anspielungen an „2001 – Odyssee im Weltraum“ (Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“) sowie das Motiv aus dem Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ von John Williams. Außerdem beinhaltet der Text zahlreiche Formulierungen, die direkte Bezug zu Starwars, Startrek und Flash Gordon nehmen.

Star Wars – Erinnerungen an die Zukunft

Star Wars – Erinnerungen an die Zukunft

Es war der Herbst 1977 als ich in der BRAVO einen Artikel entdeckte, der mein Herz höher schlagen ließ. Darin wurde ein neuer Science Fiction Film beschrieben, der in den USA gerade Rekorde brach. Man sah einen weiß uniformierten Soldaten auf einer Art Dinosaurier sitzen und in einem kleineren Bild wurde eine kleine Gruppe von bewaffneten Menschen in abenteuerlichen Kostümen gezeigt. „Star Wars“ sollte das Werk heißen und würde wohl alles, was wir bisher an Weltraumfilmen gesehen hatten, in den Schatten stellen. Allerdings war die deutsche Filmpremiere erst für den 9.Februar 1978 vorgesehen. Es hieß also zu warten. Zum Glück gab es vorab schon ein aufwändig gestaltetes Doppelalbum der „Deutschen Grammophon“ als Soundtrack zu kaufen. Als  Filmmusiksammler landete das Album natürlich schnell auf meinem Plattenteller und ich analysierte das beiliegende Informationsblatt um Hinweise auf die Handlung zu erhalten.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung wie sehr dieser Film die Sehgewohnheiten der Menschen ändern würde. Natürlich wurde der Film auch damals schon heftig beworben und so hatte nicht nur das Studio Zeit eine Synchronisation und den aufwändigen Scrolltitel zu drehen sondern ich hatte Zeit meine Vorfreude zu steigern. Im Fernsehen gab es natürlich auch immer wieder Ausschnitte zu sehen und schon das, was damals über meinen schwarzweißen 36 Zentimeterfernseher lief brachte mein Blut zum kochen. Eigentlich wollte ich am Premierentag gleich hingehen. Doch leider hatte meine Schule etwas dagegen: Ein Besuch der Hamburgischen Staatsoper für Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ wurde anberaumt. Immerhin führte das dazu, dass mein Vater versprach am Sonntag mit meinem Bruder und mir hinzufahren.

Damals war die beste Kinoadresse das „Grindel“ in der Grindelallee. Damals fuhren wir mit unserem Opel, auf der Suche nach einem Parkplatz am Kino vorbei und konnten kaum glauben, was wir da sahen: Eine Schlange von Menschen, die aus dem Foyer herausführte und ungefähr 100 Meter lang auf dem Gehsteig weiterging. Wir sahen schon unsere Chancen schwinden für die 14:00 Uhr-Vorstellung Karten zu bekommen (Ja, das Kino hatte die Termine sehr eng zusammengelegt und verzichtete, soweit ich mich erinnere, auch auf jegliche Kinowerbung). Nachdem wir erstaunlicherweise unser Auto in der Nähe sicher geparkt hatten trotteten wir die Warteschlange entlang um zu sehen, ob wir schon das „ausverkauft“-Schild an der Kinokasse sehen würden. Wir waren fast ganz vorne an der Schlange angekommen als plötzlich jemand nach uns rief. „Wollt Ihr den Film auch sehen?“ Ein Arbeitskollege meines Vaters. Und das Wunder geschah! Er brachte uns drei Karten für die nächste Vorstellung mit. Gleich danach leuchtete tatsächlich das „Ausverkauft“-Schild auf und brachte die Wartenden zum stöhnen. Aber wir waren drin!

Das Grindelkino war damals das Kino mit der größten Leinwand (eines der ersten Kinos, die für Breitwandformat gebaut wurde) und verfügte sogar über Stereoton. Als wir den Saal betraten und unsere Plätze einnahmen war nicht nur jeder einzelne Platz belegt – es wurden sogar noch extra Klappstühle in die freien Gänge gestellt.

Die jüngere Generation kann es vielleicht nicht mehr nachvollziehen, aber man muss Folgendes bedenken: Zuhause hatten die Menschen meistens kleine 34cm Schwarzweißfernseher und drei Fernsehprogramme, die über Antennen empfangen wurden. Mono, Bildrauschen, Empfangsstörungen. Wenn man etwas in Farbe sehen wollte, dann ging man ins Kino und wurde mit einer Kinoleinwand konfrontiert, die im Vergleich dazu gigantisch war. Zudem wurden auch gerade neue Tonsysteme eingeführt. Stereoton war noch nicht gang und gäbe. „Krieg der Sterne“ war einer der ersten Filme im „Dolbysound“, dem damals besten Stereostandard mit Rauschunterdrückung. Später wurde das THX-Verfahren eingeführt.

Noch heute bekomme ich Gänsehaut wenn ich an die murmelnde Menschenmenge denke, die von dem Geschehen auf der Leinwand geflasht waren und plötzlich ganz still war als nach dem Vorspann erst das „große“ Rebellenraumschiff ins Bild kam. Und dann der imperiale Sternenkreuzer, der Minuten brauchte um über die Kamera hinwegzuziehen. Und dann der Auftritt von Mr.Evil selbst: DARTH VADER. Es ist merkwürdig, aber in „Krieg der Sterne“, heute besser bekannt als „Episode 4 – Eine neue Hoffnung“, war Vader dermaßen furchteinflößend und bombastisch böse, wie er in keinen der anderen Filme jemals wirkte. (Besonders nicht als die Trilogie von 1999 seinen Weg zum Bösen darstellen sollte).

Trotzdem, was dem Kinopublikum von damals besonders in Erinnerung geblieben ist, war diese Verfolgung des Rebellenraumschiffs. Der Größenvergleich der beiden Schiffe und das Ganze auf einer Riesenleinwand. Die armen Kids, die StarWars das erste Mal auf einem mickrigen Fernseher im Kinderzimmer sehen mussten… Zum Glück gibt es heute große HD-Fernseher und die Saga auf BluRay. Vielleicht hilft das ein wenig um das alte Gefühl wiederherzustellen.

Starwars Episode 7 – Das Erwachen der Macht

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Rey – Neue Heldin

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Han Solo – Bindeglied der Generationen

(Bild: Disney/Lucasfilm)

Wieso ich das jetzt so detailliert beschreibe? Weil „Krieg der Sterne“ tatsächlich ein Wegbereiter war. Alle SpecialFX, die wir heute selbstverständlich hinnehmen verdanken wir „StarWars“. George Lucas, der Regisseur, wollte überzeugende Raumschlachten zeigen und keine Raumschiffe an Fäden durch Pappkulissen ziehen lassen, wie man es seit „Flash Gordon“ aus den Dreißiger Jahren gewohnt war. Was John Dykstra und Doug Trumbull in ihrem Trickstudio zauberte war dermaßen revolutionär, dass man eigens eine Firma namens „Industrial Light & Magic“ (ILM) gründete. Und auch andere Filmstudios begriffen, dass man mit SciFi eben doch Geld verdienen konnte, wenn sie gut gemacht war.

Der Trick damals war, die Kamera an Roboterarmen zu befestigen und die einzelnen Filmelemente separat aufzunehmen und später zusammenzukopieren. Andere Studios übernahmen diese Technik, aber kein Studio konnte sich einen dermaßen guten Ruf erarbeiten wie ILM.

„StarWars“ habe ich innerhalb eines Jahres 10 Mal im Kino gesehen. Einmal sogar in England im Originalton. Seitdem habe ich die Zählung aufgegeben. Aber natürlich kaufte ich mir „StarWars“ auf Heimmedien. Super8, Laserdisc, VHS, DVD und nun BluRay, dazu natürlich auch immer wieder Soundtracks, Romane, Spielzeuge, Figuren. Es ist schon beeindruckend, was man alleine selbst ausgegeben hat ohne gleich ein Mega-Fan zu sein, der Alles kauft.

Aber der Film hat damals tatsächlich viel bewirkt. Die Studios produzierten plötzlich SciFi mit großem Budget, was zu solch genialen Werken wie „Alien“ und „Blade Runner“ führte. Paramount hörte auf an einer Startrek-TV-Serie zu basteln und brachte Captain Kirk gleich auf die große Leinwand. Selbst James Bond war vor dem SciFi-Boom nicht gefeit. Wenn man genau den Originalabspann der 1977 entstandenen Films „Der Spion, der mich liebte“ durchliest, dann findet man den Hinweis „James Bond will return. In Octopussy“. Stattdessen wurde der Film „Moonraker“ produziert. Warum wohl?

In Deutschland reagierte die ARD auf den Boom und zeigte innerhalb eines Jahres knapp 30 SciFi-Filme, die in den Archiven schlummerten. Und im ZDF machte „Der fantastische Film“ von sich reden. Michael Schanze sang, begleitet von einem kleinen Roboter „Schalt Dein Herz auf Empfang“. Quasi alle Bereiche des kulturellen Lebens wurden vom SciFi-Boom erfasst. Für mich war das damals ein Segen, denn ich bin schon SciFi-Fan seit mein Vater mich 1966 aus dem Bett holte um mir „Raumpatrouillie“ anzuschauen.

Der allererste „Starwars“-Film hat tatsächlich eine Art Kulturschock verursacht und war (fast) alleine an der Kinofront. Wenn nun tatsächlich „Starwars – Das Erwachen der Macht“ in die Kinos kommt wird es solch einen Schock nicht mehr geben. Allzuviele Effektfilme donnern momentan über die Kinoleinwände. Die meisten davon so hektisch, dass man als Zuschauer einfach überfordert wird. Die jungen Regisseure scheinen irgendwie auf „Speed“ zu sein und bekleistern die Leinwand zusätzlich mit ätzenden Lichtblendeffekten, künstlich hinzugefügten Staubeffekten auf der Kameralinse oder allzuvielen Details, die man auf die Schnelle niemals wahrnehmen wird.

Als 1999 „Episode 1“ in die Kinos kam waren viele Menschen enttäuscht, weil selbst George Lucas dem „Machbaren“ erlegen war und seine Bilder mit viel zu vielen Details vollstopfte. Die Charaktere von Teil 1 bis 3waren auch nicht so sympathisch wie die Herrschaften aus der zweiten Trilogie. Nun hoffe ich sehr, dass der neue Regisseur von Episode 7, J J Abrams, es wieder hinbekommt die Figuren in den Mittelpunkt zu stellen. (von seinen beiden StarTrek-Filmen bin ich nicht sehr angetan). Eines kann man aber schon aus den Ausschnitten ablesen: Die Spezialeffekte in Episode 7 sind so organisch in die realen Szenen integriert dass man sie als „echt“ akzeptiert. Die Trilogie 1-3 hatte leider einen viel zu quietschbunten Comiclook.

Wird mich der neue Film begeistern? Wir werden sehen….

 

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