Inhalt

Der Doctor landet in ferner Zukunft auf einem Planeten, auf dem gerade das Weihnachtsfest gefeiert wird. Er wird durch ein Klopfen an der Tür gestört und von einem jungen Mann gefragt, ob er der „Doctor“ sei. Als er dem Mann folgt wird er zu einer „fliegenden Untertasse“ geleitet, in der ihn eine Frau bittet als Chirurg tätig zu werden. Der Doctor freut sich, als er River Song erkennt. Sie hingegen ist sich über ihr Gegenüber nicht im Klaren, da sie davon ausgeht schon alle 12 Gesichter des Doctors zu kennen. Mit einer weiteren Inkarnation rechnet sie nicht und scheint sich auch nicht zu wundern, dass im Ort die TARDIS steht. Der Doctor wurde eigentlich bestellt um einen kostbaren Diamanten aus dem Schädel eines Königs zu bergen. Auch wenn sie diesen extra zu diesem Zweck geheiratet hat, so macht es ihr nichts aus wenn ihr Gatte bei der Operation sterben würde. Doch praktischerweise ist dieser bereits von seinem Körper getrennt und wird von einem Roboterkörper herumgetragen. Kein Wunder, dass dieser den beiden Zeitreisenden folgt als diese sich, samt Kopf in einer Reisetasche, davon machen.

Analyse:

River Song hat sich seit ihrem ersten Auftritt in der vierten Staffel zu einem Publikumsliebling entwickelt. Die Tochter von Amy und Rory hat Eigenschaften eines Timelords – auch wenn sie sämtliche Regenerationen für den Doctor aufgegeben hat, lebt aber bereits über 200 Jahre. Dass ihr Leben aber keine unbegrenzte Dauer weiß der Doctor nur allzu gut, da sie in der Bibliothek einen Heldentod starb, den er nicht verhindern konnte. Immerhin hatte er ihr Bewusstsein in die virtuelle Realität des Bibliothekcomputer transferiert. In ihren letzten Momenten erzählte sie „Ten“ von ihrer letzten gemeinsamen Nacht bei den „Singenden Felsen“.

Es ist schön, dass Autor Steven Moffat eine Möglichkeit gefunden hat den neuen Doctor mit River zusammentreffen zu lassen. Dabei nutzt er auch sämtliche Möglichkeiten einer Screwball-Komödie um, nach der düsteren neunten Staffel, einen humoristischen Abschluss zu bilden. River ähnelt ihm im Charakter sehr und liefert immer wieder lustige Sprüche ab („Ein Archäologe ist ein Dieb – mit sehr viel Geduld“) und zeigt dem Doctor im Vorbeigehen, was es mit den „runden Dingern“ in der TARDIS auf sich hat. Dabei erfährt man auch, dass sie offenbar schon mehrfach mit der TARDIS heimlich unterwegs war während der Doctor sie irgendwo geparkt hatte.

Besonders das Zusammenspiel von Darstellerin Alex Kingston und Peter Capaldi ist in dieser Episode herrlich. Der Doctor, der ja keine Erinnerung mehr an Clara hat, darf hier erstmals auch unbeschwert lachen („Hat uns gerade ein Kopf in einer Tasche mit dem Tode bedroht?“) und spielt anfangs auch mit als River glaubt, er habe noch nie eine TARDIS von innen gesehen („Oh mein Gott, die ist ja innen größer als von draußen….“). Man glaubt dem Pärchen, dass es tatsächlich füreinander geschaffen ist. Und auch wenn das Ende sehr sentimental geworden ist, so gibt es – auch wenn der Doctor etwas Anderes behauptet – mal wieder ein Hintertürchen um River Song einmal wiederzusehen.

Und das wäre absolut wünschenswert – nur nicht zu oft, damit sich der Effekt nicht abnutzt.

Kleiner Weihnachtsausflug

(Bild: BBC)

Der Doctor und seine Frau River Song

(Bild: BBC)

König in der Tasche

(Bild: BBC)

River mit ihrem fast vollem Tagebuch

(Bild: BBC)

Fazit

Ein sehr vergnüglicher Abschluss der neunten Staffel. Nach den düsteren Folgen der letzten Wochen ist es erholsam, dass die Serie noch einen humoristischen Abschluss findet. Die Chemie zwischen Capaldi und Kingston ist dabei sehr gut und man kann nur hoffen, dass River auch in der zehnten Staffel wieder vorbeischaut. Steven Moffat hat mal wieder ein kreatives Schlupfloch geschaffen um dies zu ermöglichen.

Die Dialoge sind auch wieder gut gelungen. Da verzeiht man der Episode, dass man das Set aus „Das Schattenquartier“ wiederverwendet hat und der Roboter auch an das Roboterduo aus „Dinosaurier auf einem Raumschiff“ erinnert.

Die Gaststars sind hierzulande fast unbekannt. Lediglich Matt Lucas, der Bote, der einen Chirurgen suchen sollte, ist dem deutschen Publikum aus „Little Britain“ vertraut. Er ist knuffig und spielt den Charakter recht sympathisch. Rivers Ehemänner wirken ein wenig farblos, aber dadurch stören sie nicht besonders.

„Habe ich was auf dem Kopf?“

Matt Lucas und Peter Capaldi

(Bild: BBC)

Besetzung

  • River Song    Alex Kingston
  • Nardole    Matt Lucas
  • King Hydroflax    Greg Davies
  • Ramone    Phillip Rhys
  • Flemming    Rowan Polonski
  • Scratch    Robert Curtis
  • Concierge    Anthony Cozens
  • Alphonse    Chris Lew Kum Hoi
  • Receptionist    Nicolle Smartt

Team

  • Autor    Steven Moffat
  • Regie   Douglas Mackinnon
  • Produzentin    Nikki Wilson
  • Executive Producer    Steven Moffat
  • Executive Producer    Brian Minchin
Doctor Who - Besuch bei River Song
81.7 Gesamtwertung
Pro
- Tolle Chemie der Darsteller - Gute Sprüche - Schöne Sets
Kontra
- keine großartige Handlung - Abschied von River - oder nicht?
Zusammenfassung
Schönes Zusammentreffen von River Song und dem Doctor. Nach der düsteren neunten Staffel ist dieses Weihnachtsspecial erfreulich spaßig und kann damit auch die Weihnachtsmuffel überzeugen.
Dramatik
Humor
Logik
Optik
Musik/Sound
Regie/Drehbuch