Alles über „New Tricks“ – Serienreview

Worum geht es?

Ihre Karriere hätte sich Detective Superintendent Sandra Pullman (Amanda Redman) sicherlich anders vorgestellt. Doch als sie nach einer Geiselbefreiung ins Schussfeld des öffentlichen Interesses geriet, weil sie einen Hund erschoss, musste sie eine ungeliebte Abteilung der britischen Polizei gründen und leiten. Zu diesem Zweck werden, bereits pensionierte, Beamte aus dem Ruhestand geholt, die einerseits noch fit genug sind, andererseits aber auch detektivisches Talent besitzen um liegengebliebene Fälle mit den „neuen Tricks“ der Forensik zu lösen.

Das Team und seine Aufgabe

Chefin der Abteilung ist Detective Superintendent Sandra Pullmann (Amanda Redman), die die Leitung der „UCOS“ (Unsolved Crime and Open Case Squad) übernimmt und sich als ersten Mitarbeiter ihren alten Vorgesetzten Jack Halford (James Bolam) ins Boot holt. Gemeinsam gehen sie die Personalakten der pensionierten Mitarbeiter durch um die Kandidaten für ihr Team auszuwählen. Nach vielen Vorstellungsgesprächen entscheiden sie sich schließlich für Brian „The Brain“ Lane (Alun Armstrong), der ein photographisches Gedächtnis hat und sich auch sehr in seine Verdächtigen hineinversetzen kann. Das letzte Teammitglied ist Gerry Standing (Denis Waterman), einen eher agilen Typen, der auch schon mal zulangen kann.

Da die Abteilung nicht gerade mit einem großen Budget gesegnet ist wird ihr Büro im Keller der Polizei eingerichtet. Die Ermittler sind keine richtigen Polizisten, sondern nur als „beratend“ eingestellt. Mithilfe der neuen Methoden der DNS-Analyse und Zuhilfenahme von Computern können Sie allerdings so einige liegengebliebene Fälle abarbeiten. Ihre große Lebenserfahrung aus vielen Jahren Polizeiarbeit spielt dabei ebenfalls eine große Rolle. Und so gelingt es dem Team, auch bei drohender Schließung der Abteilung wegen Budgetkürzungen, immer wieder ihre Nützlichkeit unter Beweis zu stellen.

Das Team der ersten Stunde

Sandra Pullman (Amanda Redman), Jack Halford (James Bolam), Brian Lane (Alun Armstrong) und Gerry Standing (Dennis Waterman)

Foto: BBC

Informationen

Als die BBC 2003 die Serie „New Tricks“ startete ahnte noch niemand, dass die Serie einmal so erfolgreich laufen würde. Nach einem einzelnen Pilotfilm wurde eine sechsteilige erste Staffel in Auftrag gegeben. Aufgrund des enormen Publikumzuspruchs folgten dann weitere Staffelbestellungen. Teilweise war die Serie die meistgesehene Serie mit bis zu 9,76 Millionen Zuschauern. Die Schauspieler konnten sich nur wundern, dass sie immer wieder verlängert wurde. Schließlich entschloss sich James Bolam aus der Serie auszusteigen, da für ihn die Drehbücher auf der Stelle traten. Weitere Schauspieler folgten seinem Beispiel. Bis 2015 war Dennis Waterman der Einzige, der von Anfang dabei war. Nach der elften Staffel entschloss sich Waterman ebenfalls auszusteigen und drehte für die folgende Staffel nur noch eine zweiteilige Abschlussepisode. Die BBC entschloss sich ebenfalls die Reißleine zu ziehen und erklärte, dass die zwölfte Staffel zugleich die Letzte sein würde.

Was ist so besonders an „New Tricks“?

Man kennt die üblichen Krimiserien. Ein einsamer Ermittler klärt Mordfälle in akribischer Kleinarbeit auf. Oder ein aktives, junges Team bringt actionreich Täter zur Strecke. Nach zahlreichen Serien des gleichen Strickmusters bringt „New Tricks“ eine neue Variation in die Krimiwelt. Ältere Ermittler mit reichlich Erfahrung, die dank moderner Technologie und ihrem Spürsinn liegengebliebene Fälle lösen. Das ist bis 2003 noch nicht dagewesen. Auch in „Cold Cases“ aus Amerika ist das Ermittlerteam eher jung.

Der besondere Charme von „New Tricks“ besteht in den Marotten der Ermittler. Jack Halford, der eine wirklich feine Spürnase besitzt. Gary Standing, der aus früheren Tagen viele Kontaktleute aus der Unterwelt kennt. Und schließlich Brian Lane, dessen phantastischen Gedächtnisleistungen so manche verblüffende Wendung in einen Fall bringen.

Dabei stützen sich die altgedienten Ermittler nicht nur auf die alten Akten sondern auch auf persönliche Erinnerungen aus den Fällen. Ein Vorteil, den junge Beamte meistens nicht haben. Manchmal holt sie aber auch die persönliche Vergangenheit ein. Wenn beispielsweise Halford den Mann trifft, der vorsätzlich Jacks Frau überfahren hat. Und auch Gerry Standing, der ein paar dunkle Punkte in seiner Vergangenheit hat.

Für die Leiterin Sandra Pullman ist es nicht leicht „die Jungs“ im Zaum zu halten. Aber eine wirklich rührende emotionale Bindung lässt den Fernsehzuschauer quasi am „Familienleben“ der UCOS teilhaben.

Die Marotten des Teams

Sandra Pullman und ihre Nachfolgerin Sasha Miller haben beide Probleme eine feste Beziehung einzugehen und nutzen Internetdating um neue potentielle Partner fürs Leben zu finden. Ansonsten sind sie tough und fähig mit den „Jungs“ umzugehen.

Jack Halford bekam durch die Tätigkeit bei UCOS Gelegenheit den trüben Gedanken über seine verstorbene Frau hinwegzukommen. In seinem Garten hat er ein paar Gedenksteine verlegt und spricht dort mit seiner toten Frau. Er hat eine Phobie vor Untergrundbahnen und fährt lieber Auto oder geht zu Fuß wenn es sein muss.

Gerry Standing, der eigentlich ja eher von der Straße kommt, ist ein Charmeur. Die Frauen fliegen auf ihn, besonders wenn sie merken, dass er besonders gut kochen kann und auch Französisch spricht. Seine Liebe gilt nicht nur seinen Töchtern und den Ex-Frauen sondern auch seinem 1977er Triumph Stag Roaster Auto. Normalerweiser hat er vor nichts Angst, allerdings hat er eine Xylophobie – Die Angst vor Wäldern und Gehölzen.

Brian Lane schließlich ist der Sklave seines Verstandes. Sein analytischer Geist beschäftigt sich teilweise so stark mit den Fällen, dass er selbst beginnt die Verhaltensweisen der Verdächtigen zu adaptieren. Besonders stark passiert dies wenn er mal wieder seine Pillen vergessen hat. Glücklicherweise hat er eine liebende Frau, die sich um ihn kümmert.

Das Team der ersten Stunde

Jack Halford (James Bolam), Gerry Standing (Dennis Waterman), Sandra Pullman (Amanda Redman) und Brian Lane (Alun Armstrong)

Foto: BBC

Credits:

Serienerfinder: Roy Mitchell und Nigel McCrery

Titelsong: „It’s Alright, It’s OK“ – gesungen von Dennis Waterman

Ausstrahlung BBC: 2003 bis 2015

Erstausstrahlung Deutschland: Pilotfilm „ZDF“ 2005 – Die ersten beiden Staffeln „ServusTV“ 2013-2014

107 Episoden a 60 Minuten

Alle Fotos: BBC / WallToWall

BBC-Website: New Tricks

Fan-Wiki: New Tricks Wiki

Visueller Stil

Es ist erfrischend einmal eine Serie zu sehen, die darauf verzichtet mit Wackelkamera, Lichtblendeffekten und sonstigen visuellen Mätzchen aus dem Film zu reißen. Stattdessen werden die, überwiegend an Originalschauplätzen gedrehten, Szenen grandios ausgeleuchtet. Da könnten sich so manche deutsche Produktionen mal etwas abgucken. Die Fälle spielen in vielen unterschiedlichen Millieus. Vom dreckigen Arbeiterviertel bis zur pompösen Luxusvilla wird alles sehr stilvoll in Szene gesetzt. „New Tricks“ ist keine Actionserie, allerdings müssen die Herren manchmal doch recht munter durch die Stadt hetzen und können nur selten auf die Resourcen der regulären Polizei zugreifen. Zum Glück sind die meisten Verdächtigen selbst bereits in fortgeschrittenen Alter.

Normalerweise finden die Kriminalfälle in London statt, allerdings dürfen die Ermittler auch schon mal auswärts ermitteln. So reiste Gerry beispielsweise nach Glasgow um dort über die UCOS-Methoden zu referieren, da man dort ebenfalls eine Sondereinheit gründen wollte (und eine Ableger TV-Serie positionieren wollte). Steve MacAndrews war der „Reiseführer“ und der TV-Zuschauer erfuhr so etwas über die eigenwilligen Schotten.

In einem anderem Fall reiste das Team nach Gibraltar, wo man in einem Fall von Menschenschmuggel ermittelte. Grandiose Blickwinkel auf einen noch fast unbekannten Krimiort und urkomische Situationen machen diese Doppelepisode zu einem Erlebnis. Am lustigsten die Szene als das Team ins Hotelzimmer zurückkehrt und es verwüstet vorfindet. Brian vermutet, dass ein Verdächtiger nach Beweisen gesucht hatte, doch die Hotelmanagerin meint nur trocken: „Haben Sie die Balkontür aufgelassen? Dann sind die Affen hier eingedrungen um nach was Essbaren zu suchen. Passiert öfters…..“

Gaststars

Bei ihren Ermittlungen treffen die Ermittler häufig auf renommierte Gaststars, die zum Kreis der Verdächtigen gehören. Neben den, in Deutschland eher unbekannten, Stars treten auch ein paar Darsteller auf, die hierzulande durch andere Krimis oder beispielsweise „Doctor Who“ bekannt sind. So gibt sich beispielsweise Peter Davison, der sechste Doctor die Ehre. Aber auch Paul McGann (Doctor Who), Simon MacCorkindale (Die Fälle des Professor Chase), Jenny Agutter (Flucht ins 23.Jahrhundert), Stephanie Beacham (Seaquest DSV) und Bernard Cribbins (Doctor Who, The Railway Children). Nur um Einige zu nennen.

Struktur

Die einzelnen Episoden folgen nicht unbedingt immer demselben Schema. Manchmal steht ein Fall aus den Akten im Vordergrund. Häufig wird UCOS aber auch zu Ermittlungen der regulären Behörden hinzugezogen weil man entweder Kenntnisse von einem zurückliegenden Fall hat oder aber einen früheren Verdächtigen befragen soll.

Es gibt Fälle, in denen ein persönlicher Gefallen vordringlich behandelt werden soll, oder man stolpert einfach auf dem Weg zur Arbeit über eine Leiche. Am intensivsten sind jedoch meistens die Abgänge der Mitarbeiter inszeniert. Ein Fall führt das Team auch nach Gibraltar, wo die Ermittler vorort Menschenschmuggel aus zurückliegenden Tagen aufdecken sollen. Dass Brian dabei sogar für James Bond gehalten wird schmeichelt ihm dann doch sehr….

Das Team der elften Staffel

Danny Griffin (Nicholas Lyndhurst), Sacha Miller (Tamzin Outhwaite), Steven MacAndrew (Dennis Lawson) und  Gerry Standing (Dennis Waterman)

Foto: BBC

Einsatz in Gibraltar

Gerry, Sandra und Steve im Außeneinsatz

Foto: BBC

Fazit

„New Tricks“ ist eine erfrischend menschliche Serie mit lebendigen Charakteren. Die Fälle sind oft sehr kurzweilig, besonders als Brian Lane noch dabei war. Seine Spleens sind wirklich göttlich. Sein Nachfolger Danny bringt leider nur sehr sarkastischen Humor ein, der zwar manchmal ganz nett ist, dem aber die Skurrilität fehlt. Kein Wunder also, dass mit dem Weggang von Schauspieler Alun Armstrong auch die Zuschauerzahlen zurückgingen.

Trotzdem lohnt sich die Serie wegen ihrer brillanten Inszenierung. Da an Originalschauplätzen gefilmt  wird sieht man auch manche Orte in London, die bisher noch nie im Fernsehen zu sehen waren – und Danny vermittelt seinen Kollegen (und somit dem Zuschauer) das dazu notwendige Hintergrundwissen.

Die Fälle sind im Prinzip nichts Neues. Was bei „New Tricks“ im Vordergrund steht ist die Art wie man zum Ermittlungsergebnis kommt.

Es ist schade, dass es bisher nur die beiden Staffeln, die bei ServusTV ausgestrahlt wurden, in Deutsch gibt. Angesichts der Fülle von Episoden (insgesamt jetzt über 100) hätte beispielsweise das ZDF einen großartigen Fundus mit dem man das Programm füllen könnte.

Das Team der zwölften Staffel

Ted Case (Larry Lamb), Steven MacAndrew (Dennis Lawson),  Sasha Miller (Tamzin Outhwaite) und Danny Griffin (Nicholas Lyndhurst)

Foto: BBC

Das UCOS-Team

Chef-Etage

Sandra Pullman

Sandra Pullman

Detective Superintendent

Detective Superintendent Sandra Pullman wurde als Leiterin von UCOS eingesetzt nachdem sie bei einer Razzia einen Hund erschoss und dies als Polizeibrutalität durch die Presse ging. Sie stellte ein Team, bestehend aus drei pensionierten Polizisten, zusammen und leitete die Abteilung insgesamt zehn Jahre bevor sie aus eigenen Willen ausschied.

Schauspielerin Amanda Redman ist den deutschen Zuschauern als Seriendarstellerin weniger bekannt. Im Kino spielte sie jedoch an der Seite von Julianne White und Ben Kingsley die Ehefrau von Ray Winstone in „Sexy Beast“.

Sasha Miller

Sasha Miller

Head of UCOS

Detective Chief Inspector Sasha Miller war Leiterin einer Abteilung für Kidnappingfälle bevor sie die Nachfolge von Sandra Pullman antrat. Sie ist etwas jünger, sehr schlau und vermag es auch sich gegen die Marotten ihrer „Jungs“ durchzusetzen. Allerdings ist sie Single und nutzt Internetdatingplatformen um den Mann fürs Leben zu finden.

Tamzin Outhwaite hat bereits in der Serie „Eastenders“ als regulärer Charakter mitgespielt, ist aber auch immer wieder in Gastrollen zu sehen. Im SciFi-Genre spielte sie in „Paradox“ eine Ermittlerin und war auch in der Folge „Albtraum in Silber“ der Serie „Doctor Who“ zu sehen. Im Kino spielte sie an der Seite von Wesley Snipes in „7 Seconds“ und hatte auch Rollen in „Backwaters“, „Cassandras Traum“ und „Great Expectations“

Robert Strickland

Robert Strickland

Deputy Assistant Commisioner Metropolitan Police

Deputy Assistant Commisioner Robert Strickland ist der Vorgesetzte der UCOS-Leiterin und das Bindeglied zur regulären Polizei. Nachdem das UCOS Team seinen Vorgänger Korruption nachweisen konnte hat er diesen Posten seit nunmehr elf Jahren inne und weiß auch, dass, trotz der manchmal zweifelhaften Methoden des Teams, immer Ergebnisse erzielt werden. Und so verteidigt er den Trupp auch gegen Budgetkürzungen oder sonstigen Störmanövern aus den anderen Polizeiabteilungen. Er selbst ist verheiratet und seit kurzem auch gestresster Vater.

Anthony Calf debütierte 1982 im Fernsehen in der Serie „Doctor Who“ in der Folge „The Visitation“ mit Peter Davison, dem fünften Doctor. Seitdem ist er immer wieder in Serien zu sehen. So auch in „Inspector Barnaby“ oder „Inspector Lynley“, „Holby City“ und zuletzt in der TV-Serie „Dracula“.

Aktuelle Ermittler

Steve MacAndrew

Steve MacAndrew

Detective

Detective Steve MacAndrew stammt aus Schottland, was man anhand seiner Sprachfärbung auch deutlich wahrnehmen kann. Er ersetzte in der neunten Staffel den verstorbenen Jack Halford. Steve gehört zu den eher „zupackenden“ Typen und kann seinen Kollegen damit desöfteren aus der Patsche helfen. Trotzdem hat er einen ausgeprägten kriminalistischen Spürsinn und beißt sich auch gerne einmal in einer Spur fest. Nach London kam er eigentlich um seinen Sohn zu suchen, der aus Glasgow weggelaufen war. Doch nun fühlt er sich im Team wohler.

Dennis Lawson ist nicht nur der Onkel von Ewan McGregor sondern spielte in den Episoden „Krieg der Sterne“, „Das Imperium schlägt zurück“ und „Die Rückkehr der Jediritter“ die Rolle des „Wedge Antilles“. Seit 40 Jahren ist er nicht nur als Kinoschauspieler sondern auch als Fernsehgast („Jekyll“)  immer wieder zu sehen. Außerdem schreibt er selbst Drehbücher und hält Filmseminare ab.

Danny Griffin

Danny Griffin

Officer Murder Squad

Danny Griffin ersetzte Brian „The Brain“ Lane als dieser in der neunten Staffel ausschied. Ähnlich wie Lane verfügt auch Danny über ein reichhaltiges Wissen, eine Affinität zu modernen Ermittlungsmethoden und eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe. Er hat wohl auch für eine gewisse Zeit in der Spionageabwehr gearbeitet denn, auch wenn er nicht viel darüber erzählen darf/will, hat er auch hier ein, zuweilen sehr überraschendes, Insiderwissen. Er ist Jazzliebhaber und lebt eher zurückgezogen. Er bewahrt zwar fast immer ein stoisches Pokerface, doch gilt seine Liebe seiner behinderten Tochter, die allerdings sehr selbstständig ist. Mehr als ihm manchmal lieb ist.

Nicholas Lyndhurst ist in England ein bekannter TV-Schauspieler, der seit seinem Fernsehdebüt 1976 in „Heidi“ zahlreiche Rollen gespielt hat. In der Serie „Only Fools and Horses“ spielte er in sieben Staffeln den „Rodney Trotter“. 1978 war er als Deutscher in der SciFi-Serie „The Tomorrow People“ zu sehen. Viele Fernsehrollen folgten.

Ted Case

Ted Case

Mitglied von UCOS

Ted Case übernahm den Posten von Gerry Standing als dieser mit einem furiosen Abgang in der zwölften Staffel ausschied. Es ist nicht leicht in Gerrys Fußstapfen zu treten und daher begegnen ihm Steve und Danny zunächst mit Misstrauen. Aber seine Erfahrungen mit einer Abteilung zur Bekämpfung von Waffenschieberei helfen ihm schnell sich ins Team zu integrieren.

Larry Lamb hatte seinen ersten TV-Auftritt in der Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“, allerdings der Neuauflage von 1979. Danach folgten Rollen in „EastEnders“, „The Bill“ und „Gavin & Stacey“. Seit kurzem ist er auch als Gastgeber in Dokumentationen zu sehen.

Ausgeschiedene Mitarbeiter

Jack Halford

Jack Halford

Detective Chief Superintendent

Jack Halford war Sandras erste Wahl als es darum ging das UCOS-Team zusammenzustellen. Er war Sandras Chef in der Mordkommision bevor ihn der Unfalltod seiner Frau aus seinem gewohnten Leben riss. Der Autounfall, der zunächst nach einem normalem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht aussah, entpuppt sich schließlich als Mordanschlag, den Jack mit den Mitteln der UCOS aufdecken kann. Anlass für die Ermittlung ist eine Diagnose, die ihm nur noch wenige Monate zu leben gibt. Er verlässt UCOS um seinen Lebensabend zu genießen. Allerdings hat Brian bereits eine Ahnung, dass sein Rentendasein nicht mehr lange dauern wird.

Schauspieler Jack Bolam war im englischen Fernsehen vorzugsweise in Comedy-Sendungen zu sehen. Allerdings spielte er auch in einigen Dramaserien in Gastrollen mit. Hierzulande sind die meisten davon eher unbekannt. Allerdings war er auch in „Inspector Barnaby“ zu sehen. Für die Hörspielreihe „Doctor Who“ sprach er mit Colin Baker, dem sechsten Doctor, die Texte für die Episode „The Spectre Of Lanyon Moor“ ein.

Brian "The Brain" Lane

Brian "The Brain" Lane

Detective Inspector

DI Lane wird nicht von ungefähr „Brian, the Brain“ genannt. Er hat nicht nur ein photographisches Gedächtnis, sondern kann sich auch so sehr in seine Verdächtigen hineinversetzen, dass er manchmal deren Verhaltensweisen annimmt. Seine Frau ist stets um ihn besorgt wenn er sich sehr mit den Tätern identifiziert, dass er auch schon mal den Kühlschrank in die Luft sprengt. Wenn er nicht regelmäßig seine Pillen nimmt wird er besonders von den Fällen besessen. Dabei ist er auch durchaus technikaffin und nutzt das Internet, Twitter und Mobiltelefone wie ein Junger. Oft ist es seiner Kombinationsgabe zu verdanken, dass Fälle gelöst werden können.

Alun Armstrong ist ein sehr vielbeschäftigter Mann. Seine Filmkarriere begann 1971 mit dem Film „Get Carter“ und er hat es wohl seinem markigen Gesicht zu verdanken, dass er immer gefragt wird wenn es Rollen zu besetzen gilt, die auf besonders knorrige Charakter zugeschnitten sind. Genrefans kennen ihn vielleicht aus „Krull“ oder „Sleepy Hollow“. Actionfilmfans werden sich an ihn wohl eher an Rollen erinnern, die er in „The Saint“ oder „Patriot Games“ spielte.

Aber auch im Fernsehen wird er sehr häufig gesichtet. „Oliver Twist“, „Penny Dreadful“ und „Downton Abbey“ sind einige neuere Beispiele. Ansonsten spielt er viel Theater. Sein Ausstieg bei „New Tricks“ zu Anfang der zehnten Staffel war wohl der größte Verlust für die Serie, da er eine gehörige Portion Humor in die Handlung brachte.

Gerry Standing

Gerry Standing

Detective Sergeant

DS Standing ist ein „Mann aus dem Volk“. Aufgewachsen in einer Familie von Schlachtern hatte er immer den rauhen Umgangston der Straße um sich bevor er in den Polizeidienst ging, was seine Familie nicht gern sah. Als junger Ermittler wurde er auch schnell Zeuge, dass auch in der Polizei Korruption und Gewalt an der Tagesordnung war, ließ sich aber nicht einschüchtern, auch wenn er dadurch einige Beförderungen verpasste. Er hat drei gescheiterte Ehen und er hält regelmäßig Treffen mit den gut befreundeten Ex-Frauen und ihren Töchtern ab. Er ist natürlich stolz, dass er inzwischen auch Opa geworden ist und setzt bis zuletzt alles daran seine Familien zu schützen. Das geht soweit, dass er sich für eine unorthodoxe Methode entscheidet aus dem UCOS auszutreten um nicht ins Zeugenschutzprogramm zu müssen.

Dennis Waterman ist wahrscheinlich der in Deutschland bekannteste Schauspieler. Er war sowohl in den Serien „Die Füchse“ als auch in „Die Aufpasser“ Co-Star und spielte immer den agilen, zupackenden Charakter während sein Partner mehr für die feinsinnige Aufklärungsarbeit zuständig war. Beide Serien sind inzwischen Kult und in allen drei Serien sang er den Titelsong.

Watermans Tochter Hannah ist ebenfalls Schauspielerin und tauchte in der Serie als Gerrys Tochter auf, die gerne zur Polizei möchte.

New Tricks
8.5
Spannung
9
Humor
8
Optik
7
Sound
5
Musik
6
Drehbuch
6.5
Regie
Gesamtbewertung 7.1
Zusammenfassung
Die Serie besticht durch ihre gute Charakterzeichnung und der guten Chemie zwischen den Teammitgliedern. Der Humoranteil ist erfrischend hoch. Die Fälle sind recht interessant und führen an Schauplätze, die man noch nicht gesehen hat. Trotz des hohen Alters der Ermittler gibt es ein paar gute Actioneinlagen. Aber natürlich sind diese nur spärlich gesät. Dafür überzeugt die Produktion durch hohe Qualität in der Optik und den gut gewählten Gastdarstellern.