Episodenkritik

Inhalt:

Die Enterprise bleibt in einem Raumsektor, in dem man gerade ein verschollenes Raumschiff der Constellationklasse entdeckt hat. Die USS-Hood. Es ist unklar, was an Bord geschehen ist und Kirk würde das scheinbar intakte Schiff gerne selbst untersuchen. Doch dann trifft eine Nachricht der Sternenflotte ein: Kirk und Spock sollen zu einer Erdbasis kommen, wo man ihnen eine überraschende Eröffnung macht: Da die „Hood“ führerlos ist will man diese neu bemannen und kann sich keinen besseren Kommandanten vorstellen als Mister Spock.

Spock wäre natürlich aus „logischen Gründen“ bereit das Kommando anzunehmen, doch er weiß auch, dass er sich an Bord der Enterprise wohler fühlen würde. Auch Kirk ist natürlich alles Andere als begeistert, dass er seinen besten Mann abgeben soll. Zähneknirschend sieht er aber auch ein, dass er der Karriere des langlebigen Vulkaniers nicht im Wege stehen will. Da tritt überraschenderweise eine Gegenkandidatin auf, die ihrerseits gerne das Kommando über die „Hood“ hätte.

Captain Garrett ist eine aufstrebende junge Angehörige der Sternenflotte, die offensichtlich bereits mehrfach auf verschiedenen Schiffen gedient hat. Der Grund: Sie glaubt, dass sie nicht so zielstrebig aufsteigen kann wie ihre männlichen Kollegen. Kirk muss ihr zugestehen, dass ihre zahlreichen Belobigungen und Auszeichnungen sie durchaus berechtigt einen Anspruch auf ein eigenes Schiff geltend zu machen. Aber sie scheint auch ein sehr aufbrausendes Temperament zu besitzen, was Gründe für Zweifel an ihren Führungsfähigkeiten weckt. In einem Tribunal soll entschieden werden, ob Garrett oder Mr.Spock das Kommando übernehmen soll. Kirks Votum ist dabei das Zünglein an der Waage. Er ist inzwischen überzeugt, dass Mister Spock wohl leider der bessere Kandidat ist. Doch dann kommt ein Funkspruch der Enterprise herein….

 

Analyse:

Pünktlich zum fünfzigsten Geburtstag der TV Serie „Star Trek“ veröffentlichte das Team um Vic Mignogna eine weitere Folge mit der klassischen Enterprise. Stilecht, wie schon zu William Shatners Zeiten, geht es diesmal eher um diplomatisches Verhalten und Feminismus. Es ist faszinierend wie die Autoren es verstehen die Themen der Sechziger aufzugreifen und darauf hindeuten, dass die Sternenflotte durchaus bereit ist sich weiterzuentwickeln.

„Eines Tages werden Frauen ebenfalls Raumschiffe kommandieren!“, tröstet Kirk die junge Aspirantin als ihr klar wird, dass sie den Job vielleicht bekommen hätte wenn sie nicht hitzköpfig mit den falschen Beschuldigungen argumentiert hätte. Wie wir alle wissen sind in der neueren Zeit Kapitäne wie Janeway unterwegs und beweisen, dass sie durchaus „ihren Mann“ stehen können.

Wie auch schon in vergangenen Folgen spielen in dieser Episode ein paar Schauspieler mit, die wir aus anderen Filmen und Serien kennen. Erin Gray, die bereits einmal in „Star Trek Continues“ zu sehen war wiederholt ihre Rolle der Captain Gray. Beau Billingslea, der als Tribunalmitglied anwesend ist, spielte in der Neuauflage von „Star trek“ in dem Film „Into Darkness“ mit. Die redegewandte Garrett wurde von Clare  Kramer verkörpert, die in 13 Episoden von „Buffy – die Vampirkillerin“ die Höllengöttin „Glory“ spielte.

Doctor McCoy hat in dieser Folge nicht allzuviel zu tun. Dafür schlägt die große Stunde für Scotty, der mit einem Außenteam im Maschinenraum der „Hood“ ein paar Probleme aus dem Weg schaffen muss. Die Folge lebt mal wieder von dem brillanten Spiel der Haupt- und Nebendarsteller und lässt auch hier echtes Star Trek Feeling aufkommen. Leider wird es nur noch zwei Folgen geben, dann ist die Fünfjahresmission offiziell beendet.

Doch Vic Mignogna hat schon zugegeben, dass es ihn in den Fingern juckt eventuell auch noch mit der Kino-Enterprise dahin zu gehen, wo noch nie eine Fanproduktion zuvor gewesen ist…..

 

Die Enterprise im Einsatz

(Bild: Folge 6)

Kann man Chekov den Captainsessel anvertrauen?

(Bild: Startrek continues)

Ist Garrett für ein Kommando geeignet?

(Bild: Startrek continues)

Wer soll die „Hood“ kommandieren?

(Bild: Startrek continues)