[vc_row][vc_column width=“1/1″][vc_column_text]Es kommt manchmal vor, dass man einen Film das erste Mal sieht, obwohl er bereits über fünfzig Jahre auf dem Buckel hat. An mir ist der Film „The Time Travellers“ bisher vorbeigegangen, der sich jedoch bei näherem Hinsehen als Meilenstein in der Kinounterhaltung entpuppt. Ist der Film wirklich Trash? Oder wird er nur zu oberflächlich betrachtet? Wir werden sehen.[/vc_column_text][vc_separator color=“black“ align=“align_center“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]

Merkwürdiger Titel als Kinogift

Zugegeben, der deutsche Titel des 1964 entstandenen Films, ist nicht gerade sehr aussagekräftig. Betont er doch eher einen Randaspekt des Films und läßt den möglichen Zuschauer glauben, man hätte es mit irgendeinem japanischen Monsterfilm zu tun. Statt den Film einfach „Die Zeitreisenden“ zu nennen wurde der SciFi-Streifen mit dem reißerischen Titel „2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter“ ausgestattet.

Doch hinter diesem kreativ-dümmlichen Namen verbirgt sich ein amerikanischer Spielfilm, der trotz geringem Budgets auf mehreren Ebenen zu überzeugen weiß. Die titelgebenden Mutanten und Roboter sind hier nicht ganz so überzeugend, dass man sie in den Vordergrund stellen sollte. Aber der Reihe nach.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2027″ style=“vc_box_shadow_3d“ border_color=“grey“ img_link_large=““ img_link_target=“_self“ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]

Inhalt:

Ein Forscherteam an einer amerikanischen Universität hat einen Großbildfernseher entwickelt, mit dem man Blicke in die Vergangenheit oder Zukunft werfen kann. Der Versuch ist in eine entscheidende Phase getreten und als man einen größeren Test beginnt kann das Team tatsächlich Blicke in die jüngste Vergangenheit werfen. Beim Versuch 100.000 Jahre in die Zukunft zu schauen gibt es jedoch merkwürdige Schatteneffekte im Labor und die Zeitanzeige kann nur mühevoll auf eine Einstellung des Jahres 2071, also 113 Jahre in die Zukunft, zurückgeregelt werden. Doch anstatt des Universitätsgeländes sieht man plötzlich eine ausgemergelte Mondlandschaft vor sich.

Erstaunlicherweise ist aus dem Wandbildschirm jedoch plötzlich ein Portal geworden. Der technische Gehilfe und die drei Forscher steigen nacheinander durch das Portal und müssen leider feststellen, dass sich dieses hinter ihnen schließt. Sie müssen vor merkwürdigen Mutanten in eine Höhle flüchten, wo sie auf hochentwickelte Menschen und ihre Roboterdiener treffen. Man nimmt sie freundlich auf und erzählt ihnen auch gleich, dass die Erde verwüstet ist und dass die letzten Menschen planen mit einer Rakete nach Alpha Centauri zu starten, wo laut einer Sonde ein bewohnbarer Planet sei.

Für die Forscher gibt es eigentlich keinen Rückweg in ihre eigene Zeit. Deshalb hoffen sie, dass sie mit dem Raumschiff mitfliegen können. Doch es ist dort kein Platz mehr für sie weswegen sie nun versuchen, ihre „Zeitmaschine“ zu rekonstruieren. Wird es ihnen gelingen in ihre eigene Epoche zurückzukehren?[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2036″ style=“vc_box_shadow_3d“ border_color=“grey“ img_link_large=““ img_link_target=“_self“ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text]

Analyse:

Es ist schon verblüffend wie akkurat die Dialoge mit wissenschaftlichen Fakten (Stand 1964) umgehen. Sogar das Problem des Zeitparadoxons wird besprochen – nein, man könne nicht zurückgehen um den Atomkrieg zu verhindern, denn sonst wäre man ja nicht in dieser apokalyptischen Welt gelandet….  Der Regisseur hat auch sichtliches Vergnügen den staunenden Forschern (und damit den Zuschauern) vorzuführen, welche technischen Errungenschaften es bei ihnen gibt. Es wird sogar das „Beamen“ vorgeführt, ohne dass das irgendeinen handlungsrelevanten Sinn hat. Dabei bedient sich Regisseur Ib Melchior zahlreicher Tricks, die sonst von Bühnenzauberern vorgeführt werden. Besonders beeindruckend ist hier eine Szene, bei der sich ein menschenähnlicher Roboter auf eine Pritsche legt und ihm Techniker in einer einzigen Einstellung den Kopf austauschen. Der Bühnenzauber „Zersägte Dame“ wurde hier zum SciFi-Gimmick, das die Kinobesucher sicherlich sehr beeindruckt hat.

Auch ein paar andere utopische Spielereien wurden mit typischen Bühnentricks realisiert, die nicht nur beeindruckend sind sondern sicherlich auch das Budget des Films geschont haben.

Ulkig ist hier der Gastauftritt des berühmten Sammlers von SciFi-Filmandenken Forest J. Ackerman, der aus einem kreisförmigen Ring vor der Kamera einen quadratischen Ring „zaubert“.

Dabei bietet der Film auch ein paar nette visuelle Tricks, die den Vergleich mit größeren Hollywoodproduktionen nicht scheuen müssen. Die Bildschirmprojektionen oder das einkopierte Portal in der Landschaft sehen für damalige Verhältnisse gut aus. Und auch die Masken der Mutanten und Roboter sind gut gelungen. Beim Blick in die Roboterwerkstatt bekommt man manchmal den Eindruck, als würde man hier C3PO aus StarWars zusammenbasteln.

Interessanterweise gilt der Film „The Time Travellers“ als Inspirationsquelle für Irwin Allens Fernsehserie „The Time Tunnel“ und offensichtlich war der Regisseur Ib Melchior wohl auch der eigentliche Erfinder der TV-Serie „Verschollen zwischen den Welten“ („Lost in Space“), allerdings ohne namentlich genannt zu werden.

Melchior schuf auch Filme wie „Angry Red Planet“ und schrieb die Kurzgeschichte „The Race“, auf der der Film „Frankensteins Todesrennen“ mit David Carradine basierte. Melchior verstarb im März 2015 im Alter von 97 Jahren.

In meinen Augen sollte man sich diesen unbedingt ansehen wenn man auf frühe SciFi Filme steht. Man merkt dem Film an, dass er eine Inspirationsquelle für nachfolgende TV-Serienproduzenten gewesen sein muss. Denn selbst in der ursprünglichen Startrek-Serie gibt es Folgen, die eine ähnliche Thematik verfolgen. Ich denke da an die Folge „Griff in die Geschichte“ („The City On The Edge Of Forever“) in der Kirk und Spock Doctor McCoy in die Vergangenheit folgen müssen um den kranken Doktor davon abzuhalten den Autounfall einer historischen Person zu verhindern.

Nur drei Jahre später, 1967, drehte der Co-Autor David Hewitt eine Art erweitertes Remake oder quasi-Fortsetzung namens „Reise ins Zentrum der Zeit“, in dem die Zeitreisenden sich tatsächlich mit einer Zeitkapsel fortbewegen und dabei ein haarsträubendes Paradoxon auslösen. Im Vergleich ist der erste Film tatsächlich besser, da er das Problem „Paradoxon“ und Ereignisschleifen künstlerisch am Ende aufgreift.

Online gucken bei VEOH: „2071 – Mutan-Bestien gegen Roboter“

Online gucken bei VEOH „Reise ins Zentrum der Zeit“

Schauen Sie also mal rein in „The Time Travellers“, einen zu unrecht als „Trash“ abgestempelten SciFi-Film.[/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2029″ style=“vc_box_shadow_3d“ border_color=“grey“ img_link_large=““ img_link_target=“_self“ img_size=“full“ alignment=“center“][vc_single_image image=“2023″ style=“vc_box_shadow_3d“ border_color=“grey“ img_link_large=““ img_link_target=“_self“ img_size=“full“ alignment=“center“][vc_video title=“Kompletter Film – deutsch“ link=“https://www.youtube.com/watch?v=3aSiLqGP2ME“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/1″][TS_VCSC_Star_Rating rating_symbol=“other“ rating_icon=“ts-ecommerce-thumbsup“ rating_shortcode=“false“ rating_value=“3.75″ rating_rtl=“false“ rating_title=“Filmbewertung“ rating_size=“50″ rating_auto=“true“ color_rated=“#1e73be“ color_empty=“#e3e3e3″ caption_show=“true“ caption_position=“left“ caption_digits=“.“ caption_danger=“#d9534f“ caption_warning=“#f0ad4e“ caption_info=“#5bc0de“ caption_primary=“#428bca“ caption_success=“#5cb85c“ tooltip_css=“false“ tooltip_position=“ts-simptip-position-top“ margin_top=“20″ margin_bottom=“20″][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_single_image image=“2034″ style=“vc_box_shadow_3d“ border_color=“grey“ img_link_large=““ img_link_target=“_self“ img_size=“full“ alignment=“center“][vc_column_text]

BESETZUNG:

  • Preston Foster: Dr. Erik von Steiner
  • Philip Carey: Dr. Steve Connors
  • Merry Anders: Carol White
  • John Hoyt: Dr. Varno
  • Dennis Patrick: Councilman Willard
  • Joan Woodbury: Gadra
  • Delores Wells: Reena
  • Steve Franken: Danny McKee
  • Berry Kroeger: Preston
  • Joan Woodbury: Gadra

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PRODUKTIONSTEAM:

  • Regie     Ib Melchior
  • Drehbuch     Ib Melchior
  • David L. Hewitt
  • Produktion     Bill Redlin
  • Samuel Z. Arkoff
  • Musik     Richard LaSalle
  • Kamera     Vilmos Zsigmond
  • Schnitt     Hal Dennis

USA 1964 – 80 Minuten[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]